Mittwoch, 30. Juli 2014

Buch-Tipp für bayerische Angeltage (pt.18)

Angelführer Bayern.
Gute Angelführer in Druckform sind selten. Gute Angelführer mit aktuellen Gewässerinfos in Druckform sind wie Rohdiamanten: schwer zu finden und richtig erkannt/verwendet absolut wertvoll. Meine unmittelbaren Angelnachbarn im Norden schätzen nicht nur Weißbier und Weißwurst außerordentlich (auch hier haben sie meine volle Unterstützung), nein, sie haben auch erkannt wie wichtig solch ein Büchlein sein kann.

Freitag, 25. Juli 2014

The Way of Things

Mund und Augen auf und los gehts... wobei der Spot ja dann doch eher auf der einfacheren Seite ist ;-)

tl, gue

Mittwoch, 23. Juli 2014

The One that got away

"Das smaragdgrüne Wasser der Mur halten viele für einen Juwel Österreichs. Die Mur entspringt den Alpen in Salzburg, fließt durch das Herz der Steiermark und am Uhrturm in Graz vorbei, der seit Jahrhunderten die Zeit des friedlichen Zusammenlebens von Mensch und Natur begleitet. Die ursprünglich unberührte Qualität von Österreichs zweitgrößtem Fluss wird aber von industriellen Interessen bedroht, die den natürlichen Verlauf des Flusses mit dem Bau von Dämmen und Wasserkraftwerken kontrollieren wollen. In der Tat werden schon jetzt große Teile der Mur in der Steiermark reguliert oder gestaut. Einer der letzten freifließenden Abschnitte strömt durch Graz, die Hauptstadt der Steiermark, wo auch der gefährdete Donau-Lachs - besser bekannt als Huchen - noch immer einen sich natürlich reproduzierenden Bestand hat. Dieser kurze Dokumentarfilm zeigt die besonderen Beziehungen zwischen der Mur und den Einwohnern von Graz auf. Naturschützer, Fischer und passionierte Flussliebhaber verbinden sich, um „ihre“ Mur zu schützen. Sie kommen zusammen, um Geschichten zu teilen, neue Erfahrungen zu sammeln und die Nachteile der Wasserkraft aufzudecken und ans Licht zu bringen, die sich negativ auf die Natur und deren intaktes Ökosystem auswirken."

Soweit die offizielle Beschreibung des folgenden Films. Dem möchte ich ehrlich gesagt auch gar nichts mehr hinzufügen. Außer vielleicht noch eine kleine Info für die besonders Fischgeilen: ja, es ist auch der eine oder andere Huchen im Laufe des Films zu sehen für welchen die Mur schließlich ja auch so bekannt ist. ;-) Und nochmals ja, der Film ist wirklich sehenswert und eine echte Liebeserklärung an die Lebensader der Steiermark.

Tight lines, gue

The One that got away - Deutsch from feel-the-tug on Vimeo.

Dienstag, 22. Juli 2014

Fischfreundliche Handschuhe

Ich bin ja jetzt eigentlich auch nicht der Ober-Tackleverrückte, der alle Neuheiten jetzt und sofort zu Hause im Angelzimmer liegen haben muss. Aber das folgende finde ich interessant, und vielleicht geht es dem einen oder anderen Leser ja auch so. 

Die Damen und Herren von Simms haben sich nämlich Gedanken über die winterliche Fischerei gemacht, bei welcher es ja ab und an auch gar nicht so unfein ist, die vor Kälte knallroten Finger mit Handschuhen etwas zu schützen. Aber wie verhalten sich Handschuhe eigentlich auf die ohnehin schon sehr empfindliche Schleimhaut der Fische? In Zusammenarbeit mit der Montana State University wurde versucht genau dem auf den Grund zu gehen, bzw. in weiterer Folge fischfreundliche Handschuhe auf den Markt zu bringen. Finde ich gut. 

Tight lines, gue


Montag, 21. Juli 2014

Buch-Tipp für schwüle Sommerabende (pt. 17)

"Favoriten ohne Fettflosse" von Bernd Kuleisa.
Vor rund eineinhalb Jahren habe ich hier auf Gue Flyfishing das Buch "Flyfishing for Coarse fish" von Dominic Garnett vorgestellt (zum Artikel geht es hier). Das Buch war zugegebenerweise auch für mich der erste Anstoss mich so wirklich ernsthaft mit Zielfischen jenseits von Forelle und Konsorten zu befassen. Gut, ja, auf Hecht und Barsch hab ich vorher auch schon gezielt gefischt, aber Aitel (bzw. Döbel), Karpfen, Barbe oder auch die eine oder andere dicke Rotfeder waren vorher nur ab und an mal Beifang. 

Hier hat sich bei meiner Fischerei etwas grundlegendes geändert, die Angelei auf alternative Schuppenträger gehört nämlich mittlerweile fest dazu. Wer schon einmal eine Aitel auf Trockenfliege überlisten konnte, oder eine kapitale Barbe drillen durfte weiß sicher wovon ich rede. Nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen anderen Fliegenfischern dürfte diese Einsicht, bzw. die Aussicht auf hervorragende Angelei abseits von Forelle, Äsche & Co. herumgesprochen haben, immerhin wurde kürzlich im deutschen Salmo-Verlag ein HowTo-Buch namens "Favoriten ohne Fettflosse" herausgegeben, welches sich genau darum dreht. Geschrieben wurde das knapp 250 Seite starke Werk von niemand geringerem als Bernd Kuleisa, der sich schon durch zahlreiche Publikationen einen Namen am deutschsprachigen FliFi-Markt gemacht hat. Kuleisa glänzt aber nicht nur durch Fachwissen, sondern auch seine sehr angenehme Art Inhalte zu vermitteln, welche meist im locker-flockigen autorentypischen Geschichtenonkelstil über die Bühne geht. Zudem lässt Kuleisa in "Favoriten ohne Fettflosse" auch zahlreiche Gastautoren zu Wort kommen, welche ihre jeweiligen Zielfische, bzw. die Pirsch darauf gerne näher beleuchten. 

Das Inhaltsverzeichnis spricht für sich.
Somit gibt es in dem knapp 25 Euro teuren Buch viele Tipps & Tricks um erfolgreich auf Hecht, Barsch, Zander, Karpfen, Barbe und noch einige weitere Spezies zu fliegenfischen. Für mich als komplettes Meeresfischerei-Nackerbazl (für die deutschen Leser: unerfahrener Neuling) war vor allem auch das Kapitel "Meeres-Favoriten" interessant zu lesen, da hier neben Dorsch und Pollack auch der karibische Bonefish eine genauere Betrachtung bekommen. 

Dazu gibt es natürlich Tackletipps genauso wie Empfehlungen bezüglich der jeweils passenden Fliegenmuster. Auf Bindeanleitungen wurde in diesem Buch allerdings verzichtet, doch was soll ich sagen: mein Fliegenfischer-Bücherregal geht ohnehin schon über mit Büchern zum Fliegenbinden, insofern finde ich das hier alles andere als sonderlich tragisch.

Schöne Bilder gehören dazu.
Abgerundet wird "Favoriten ohne Fettflosse" noch mit wirklich schöner Bebilderung, hier wird gerne mal eine Doppelseite für ein stimmiges Bild verwendet, und der Leser ist dankbar zwischen all der Theorie auch mal wieder ein bisschen von der Praxis träumen zu können.

Das Fazit ist somit rasch gezogen: die neueste Publikation aus dem Salmo-Verlag ist eine echte Leseempfehlung, wer allerdings noch mehr Wert auf exotische Zielfische legt, dem wird der Kauf von "Flyfishing for Coarse fish" wohl auch nicht erspart bleiben, da Dominic Garnett bei den verschiedenen Süßwasserspezies nochmals den einen oder anderen Zielfisch mehr (zumindest gedanklich) beangelt. So geht mir persönlich beispielsweise in diesem Buch die Flugangelei auf Schleien ab, während der englische Autor den rotäugigen Tincas ein ganzes - für mich sehr hilfreiches - Kapitel widmete. 

Zu kaufen gibt es "Favoriten ohne Fettflosse" für interessierte Angler die auch mal den Forellenfluss hinter sich lassen möchten unter anderem hier.  

Tight lines, gue







Donnerstag, 17. Juli 2014

RISE 2015 - erste Trailer

Da ich im nächsten Jahr wie heuer auch schon die Ehre haben werde die österreichischen Termine des RISE Fly Fishing Film Festivals zu moderieren (kleinen Nachbericht von heuer gibt es hier) ist es natürlich ganz besonders spannend, dass es seit kurzem den Trailer zum Hauptfilm des nächsten Jahres online zu bestaunen gibt. Lange Rede, wenig Sinn - einfach genießen, tl, gue


Backcountry - North Island Official Trailer from Gin Clear Media on Vimeo.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Barbaklescha

Wer kennt den Ohrwurm aus der eigenen Kindheit nicht: "Kommt und besucht mal Barbapapa... Können sich ändern wie sie wollen ... Dünn oder dick, kurz oder lang ... Kommt und besucht mal Barbapapa: Barbapapa, Barbamama, Barbabella, Barbaletta, Barbarix, Barbawum, Barbabo, Barbakus, Barbalala" 

So, genug der juvenilen Schwelgereien und (in meinem Fall auch Mitsingereien "lalalala"), jetzt wird es wieder ernst. Bei der obigen Familienaufzählung der bunten Bande fehlt nämlich leider jemand. Ja, ich weiß, eine unglaubliche Sauerei. Aber ich kann euch beruhigen, ich hab das verstoßene schwarze Schaf heute kennengelernt, bzw. eigentlich ist es ja golden. Darf ich vorstellen: Barbaklescha! 

Nomen est omen: ein echter Barben-Klescher.
Während einer knapp einstündigen Kurzsession heute spätnachmittag an meinem kleinen Hausbach/-flüsschen, das mir schon des öfteren schöne Barbenfänge beschert hatte (nachzulesen unter anderem hier, hier oder auch hier) krachte mir dieser kapitale Cyprinide auf ein unbeschwertes  Bachflohkrebserl und lieferte am feinen #3-Gerät samt (gottseidank kurz vorher noch frisch ausgetauschtem) 0,16er Vorfachspitze einen rund zehnminütigen Drill der Extraklasse, inklusive mehrerer brachialer Fluchten, die mir die Flugschnur nur so von der Rolle rissen. Der knapp 70 Zentimeter messende Fisch (er hat irgendetwas zwischen 68 und 70 Zentimeter gehabt, war allerdings beim schnellen Messen relativ unkooperativ) stellte auch zugleich meine größte gefangene Barbe dar, was natürlich sowieso etwas besonderes ist.

Mehr als nur wuchtig samt wunderbar geröteter Flossen.
Und nach etwas Mithilfe meinerseits ging es auch prompt wieder zurück
Also für mich ist mal klar, diesen Barbapapa besuch ich gerne wieder, und wenns hilft wird beim Werfen von mir aus auch mal ein "Ra-Ru-Rick Barbatrick" geflüstert.

Tight lines, gue

Mittwoch, 18. Juni 2014

Für entspannte Trockenfliegenfreunde


Das klassische Etrachsee-Panorama.
Mit einer Meereshöhe von 1374 Meter ist der Etrachsee samt seinem Abfluss, dem Etrachbach im landschaftlichen wunderschönen oberen Teil der Steiermark in Österreich nicht nur ein Eldorado für Wanderer, Pilzesammler und Hundefreunde (auch diese sind nämlich dort mehr als nur herzlich willkommen). Nein, selbst der begeisterte Fliegenfischer bekommt hier einiges geboten. Wie wäre es mit schnapsklarem Wasser, wirklich nahezu den ganzen Tag steigenden Wildwuchs-Salmoniden und garantierter Tiefenentspannung. Wie letzeres funktioniert? Ganz einfach: in dem kleinen Tal in der Nähe von des Städtchens Murau gibt es so einiges - köstliches Essen, freundliche Gastwirte, ursprüngliche Natur - aber eines gibt es nicht, nämlich Handyempfang. Hier bekommt das immer wieder versprochene "im Urlaub checke ich meine mails mal nicht" somit gar keine Möglichkeit gebrochen zu werden.


Sonntag, 8. Juni 2014

Buch-Tipp für warme Frühsommerstunden (pt. 16)

Das große Trockenfliegen Buch.
Es ist nur eine Annahme, aber trotzdem: ich denke, dass im North Guiding-Verlag eigentlich nur ein Lied im Büroradio läuft, und zwar "Oops! ... I did it again" von der guten Britney Spears. Ja, genau die mit der Glatze, dem einen oder anderen Nervenzusammenbruch undsoweiterundsofort, aber egal. Musikalisch zwar nicht unbedingt mein Fall, aber thematisch passt wohl kein Song besser.

Sie haben es also wieder getan. Schon wieder. Schon wieder ein Buch sensationeller Qualität, dass es am deutschen Markt so noch nicht gab, für welches allerdings absolut Bedarf bestand. Die Rede ist vom "Großen Trockenfliegen Buch" der beiden Autoren Lukas Bammatter und Daniel Luther.  Mir ist absolut bewusst, dass ich in letzter Zeit viele Lobeshymnen auf NG-Publikationen (so z.B. auf das Streamer-Buch, das Rapfen-Buch oder auch das Kochbuch für Angler) gesungen habe, aber was soll ich tun? Ich bin nur ehrlich.


Dienstag, 27. Mai 2014

Nie mehr ohne Fisch am Wasser - Eine Brownie für die Haut

Wie ja vielleicht der eine oder andere Leser von www.gue-flyfishing.com auf Fangfotos bereits bemerkt hat bin ich der Kunst des Tätowierens nicht ganz abgeneigt. Nein, nicht dass ich selbst Hand an die Nadel anlegen würde (dann wäre wohl auch die Bezeichnung "Kunst" eine gänzliche Themenverfehlung), sondern ich selbst trage mittlerweile eine nicht ganz unbeträchtliche Anzahl an (zumindest für mich) sehr ansehnlichen Körperbemalungen an meinem ... no na ... Körper. Lange Rede, wenig Sinn, vor kurzem war es endlich soweit und mein Wunsch nach einem Tattoo-Fisch wurde von meinem guten Freund Foerdl von Vienna Electric Tattoo (siehe hier) auf absolut wunderbare Art und Weise auf meinem linken Unterarm umgesetzt. Somit gehören die fischfreien Tage am Wasser nun wohl gänzlich der Vergangenheit an ;-)

tight lines, gue