Mittwoch, 16. April 2014

Tackletest Patagonia Stormfront Sling

Patagonia Stormfront Sling
Es ist interessant. Ich bin wirklich nur auf sehr wenige meiner anglerischen Ausrüstungsgegenstände so oft angesprochen worden wie auf das Produkt, dass ich folgend hier einem Tackletest unterziehen werde. Sowohl off- als auch online (da auf dem einen oder anderen Fangfoto zu sehen) erregte der Patagonia Stormfront Sling einiges an Aufsehen, und ja, rechtfertigt diesen - ein wenig ausführlicheren - Tackletest somit auch absolut.

Dienstag, 15. April 2014

Jahresziel neu definiert

Karpfen auf Fliege - Jahresziel erreicht!
Da sich mein ursprüngliches fischereiliches Jahresziel 2014, der Fang eines Karpfen auf Fliege ja relativ rasch gleich zu Saisonbeginn erfüllt hat (siehe hier und auch hier oder auch ganz einfach am Bild links, bitte um Entschuldigung für die Wiederholung, aber ich kann mich daran nur sehr schwer satt sehen) galt für den ambitionierten Fliegenfischer in mir natürlich nun ein neues Ziel für das Angeljahr zu suchen. Bevor ich nun wieder lang und breit losschwafle: das letzte Wochenende hat mir dabei geholfen. 

Sonntag, 13. April 2014

Dienstag, 8. April 2014

Tackletest Watschuh Chota Rock Creek

Alles hat ein Ende und geht irgendwann den Weg des natürlichen Verfalls. Wohin ich mit dieser sensationell schlauen darwinistischen Lektion in Materialismus aber eigentlich will ist aber auch ohne Schlauscheisserei meinerseits rasch erklärt: Nachdem meine Chota Creek (hier geht´s zum Tackletest) vergangenes Saisonende  höchstverdient in das heilige Walhalla der Watschuhe eingezogen sind mussten neue her.

Chota Rock Creek - Copyright: Rudi Heger
Da meine Chota Creek im Preis-Leistungs-Verhältnis einfach ein Oberknaller waren lag die Erwartungshaltung hoch, aber eine Sache galt es dennoch für mich zu verändern. Da ich in den letzten Saisonen doch des öfteren die eine oder andere unfreiwillige Rutschfahrt die Böschung hinab gemacht habe (meist mit Arschbomben-Finale im/am Wasser) wollte ich keine Filzsohlen mehr. Also gut, gesucht wurden somit günstige (aber nicht billige!) Watschuhe ohne Filz-, dafür mit Gummisohlen. Gesagt, getan, und los ging die Internet-Recherche. Schon bald stolperte ich über ein anderes Modell der Outdoor-Firma aus Knoxville, nämlich dem Chota Rock Creek, der erst diese Saison das Licht der Fliegenfischerwelt erblickte. Da ja bekanntlich immer auch das Auge mitisst hat mich im Vorfeld - neben dem immer noch relativ günstigen Preis von knapp 130 Euro - vor allem das Design der Schuhe neugierig gemacht. Zumindest für meinen Geschmack sehen diese nämlich sehr oldschool, fast ein bisschen wie alte Bergschuhe aus. Und das finde ich wiederum sehr ansprechend. Also gut, die ersten beiden Hürden waren genommen, die Schuhe gefallen mir mal, der Preis passt auch und dank der RockLoc-Gummisohle war die Entscheidung schlussendlich gefallen. 

Das tiefe Profil sorgt samt der mitgelieferten Spikes für guten Grip.
Nach rund zehn Einsätzen am Wasser habe ich diese auch noch keinen Moment bereut. Dass ich bei der Einweihung noch auf die 28 mitgelieferten Spikes verzichtet habe war zwar nicht der Weisheit letzter Schluss, aber seitdem ich die Sohle auch noch "genagelt" hab ist auch der Grip unter der Wasseroberfläche wirklich sensationell, selbst bei starker Strömung und tiefer Waterei beissen sich die Schuhe in den Untergrund und geben ein sehr sicheres Gefühl. 

Mit 1920 Gramm Eigengewicht und geschäumter Polyurethanmittelsohle stellen auch längere Fußmärsche kein Problem dar. Und auch das einzige Manko der filzbesohlten Chota Creek, die oftmals sehr lange Trocknungszeit gehört nun der Vergangenheit an, der Rock Creek kann auch hier voll punkten.  Da die Sohle mit dem Leisten des Schuhs im Produktionsprozess verschmolzen wurde sollte auch in Punkto Langlebigkeit kein größeres Kopfzerbrechen entstehen, dies war übrigens mit rund 200 bis 250 Einsätzen beim Chota Creek vor dem Exodus absolut bemerkenswert. Zudem wurde auch der Knöchelbereich durch Extra-Polster vor dem Umknicken geschützt, ohne aber den Schuh besonders steif (wir alle kennen schließlich den äusserst ansehnlichen Skischuh-Walk) zu machen. 

Zusammengefasst ein preislich sehr interessanter Watschuh in coolem Retro-Design für Angler die keine Filzsohlen wollen. Erhältlich ist das gute Stück bei Rudi Heger und drückt weder beim Gehen noch im Geldbörserl. 

Tight lines, gue






Sonntag, 6. April 2014

Und weg ist der Fluch

Die Saison hat also mittlerweile voll begonnen, und scheinbar ist mein Angelfluch (die ganze klarerweise hochdramatische Geschichte dazu gibt es hier) doch nicht so schlimm wie ursprünglich befürchtet, bzw. ist ebendieser wohl einer der Flüche, die regional eingegrenzt sind. In meinem Fall hab ich das Angelpech scheinbar in Irland gelassen und konnte vergangene Woche wieder einige schöne Fische überlisten. 

Freitag, 4. April 2014

Fliegenfischen für Veteranen



Angefangen hat alles 2005 in einem amerikanischen Militärkrankenhaus.  Ein paar Freiwillige machten sich auf um verwundeten Kriegsrückkehrern aus den Kämpfen im Irak und Afghanistan ihren Heilungsweg etwas zu vereinfachen, mit Fliegenfischen wohlgemerkt. Wenige Jahre später, im Jahr 2012 wurden im Rahmen von „Project Healing Waters Fly Fishing“ beeindruckende 122000 Stunden von 2300 freiwilligen Helfern in insgesamt 48 US-Staaten und auch in Kanada und Australien aufgewendet um für über 4000 verwundete Soldaten Kurse im Fliegenfischen, Fliegenbinden und auch Rutenbauen zu veranstalten sowie gemeinsam auf Angelausflüge zu gehen. Auch namhafte Sponsoren aus der Branche wie Orvis, TFO, Rio und Fishpond beteiligen sich mittlerweile mit mitunter großen Spenden um dieses einzigartige Projekt weiter zu treiben und viele amerikanische Kriegsveteranen mit der Kraft der Natur und dem Genuss des Fliegenfischens wieder einen Einstieg in ein normales Leben zu ermöglichen.

Weitere Informationen zu der Organisation gibt es unter www.projecthealingwaters.org, folgend noch ein paar beeindruckende Bilder aus den Kursen von PHWFF, welche mir persönlich wiedermal den Segen von  zwei gesunden Beinen und Armen in Erinnerung rufen.
Tight lines, gue




Freitag, 28. März 2014

Lektionen in Demut (und Spey Casting)

WARNUNG: Eventuell könnte das Lesen dieses Berichts einen ernsthaften Angelfluch übertragen. Dem Autor wäre dies gar nicht so unrecht, solange er selbst ihn alsbaldigst wieder los wird. 


Bei der Abreise war alles noch fluch-frei. Denke ich zumindest.
Eigentlich hätte dieser Artikel ja "Lachsfischen mit Notfallplan" heißen sollen. Was ich allerdings nicht wusste, ist, dass der Notfallplan manchmal nochmals einen eigenen Notfallplan benötigt, der wiederum auch nicht immer funktioniert. Verwirrt? Gut. So geht´s mir schon die ganze Woche. Aber mal langsam, bzw. "cheers", schließlich wird während dem Verfassen dieser Zeilen gerade ein kühles Guinness gezischt, dass ich mir wahrlich mehr als nur verdient hab. Und ja, das zweite Pint ist gedanklich schon in Planung, soviel sei bereits verraten.

quotes (#39)


"Why does a salmon rise? Why does a small boy cross the street just to kick a tin can?"
Lee Wulff, The Atlantic Salmon

Samstag, 22. März 2014

Ich bin dann mal weg ...

Hey ho, let´s go ...





Eine Woche Lachs- und Browntroutfischen in Irland liegt vor mir, die Vorfreude ist schon riesig, Bericht und vielleicht das eine oder andere Update während der Woche (sofern das Internet dies zulässt) kommt natürlich in Bälde... tl, gue

Tackletest Omnispool Switchbox

Gute Fliegenschnüre sind nicht gratis. Soweit mal keine Überraschung. Dass man deswegen auch darauf schauen und der Schnur hin und wieder einen Aufenthalt im Schnur-Spa gönnen sollte ist vielleicht für einige Fliegenfischer jedoch neu. Zumindest ist es in meinem Freundeskreis noch relativ weit verbreitet die Schnur einfach so lange zu fischen biss sie buchstäblich von der Rolle fällt. Allerdings könnte man mit einigen kleinen Kniffen die Lebensdauer seiner Flugschnur deutlich verlängern und auch den Spaß am Wasser vergrößern. Mit der Hilfe der Omnispool Switchbox beispielsweise.

Darf ich vorstellen: das Spa für die Flugschnur.
Im Endeffekt sind die grün-weißen Plastikboxen in erster Linie nichts anderes als eine einfache Aufbewahrungsmöglichkeit für Fliegenfischer, die während eines Angeltages/Angeltrips mehrere Schnüre für die gleiche Rolle mitführen wollen und über keine Wechselspule dazu verfügen. Kurbel reingesteckt, Schnur eingehängt und schon hat die eben noch auf der Rolle befindliche Flugschnur ein neues Zuhause und wartet auf den Einsatz. Dass sich dies auch für die Winterlagerung von Schnüren anbietet überrascht nicht, zumal die Switchbox einen etwas größeren Spulenkern als die meisten Rollen hat und somit auch die Flugschnur auch rasch die enge Wicklung auf der eigentlichen Rolle "vergisst" und somit im Normalfall wieder kerzengerade - bzw. zumindest weniger gekringelt als normal - wird.

Bevor man die Flugschnüre einwintert kommt im Idealfall noch der vorhin angesprochene Wellnesstempel zum Einsatz, und auch hier kann die Switchbox helfen. Mit der kleinen Line Care Box samt Line Cleaner wird nämlich auch das Putzen und Pflegen der Schnur zum Kinderspiel. Einfach an die Switchbox angekoppelt, ein paar Tropfen Schnurreiniger rein und die Schnur durchziehen. Nach rund 15 Minuten Einwirkzeit sollte der Reiniger wieder von der Flugschnur herunterpoliert werden und fertig ist der Beautytag im Flugschnur-Spa. 


Abschließend noch zwei Videos, die die Anwendung der Omnispool Switchbox anschaulich erklären.

Willkommen im Spa-Bereich der Omnispool Switchbox:


In dem folgenden Video wird der Schnurwechsel mit der Omnispool Switchbox sehr anschaulich erklärt:


tl, gue