Samstag, 18. August 2012

Wild, bissig, steirisch

Kleiner Hund, neue Rute, unglaubliches Wasser = blöder Grinser.
Ja, da grinst er schon mal, der urlaubende Autor. Schließlich steht er schon bis zu den Knöcheln im schnapsklarem steirischen Gebirgsbach, welches ihn seit nunmehr drei Jahren in seinen Bann zieht. (Mehr über meine Vorliebe zu Gebirgsbächen gibt´s hier.)



Bruno gehts gut.



Nun denn, es war also wieder Styria-Urlaub in der Nähe von Murau angesagt. Fünf Tage Flugangeln, gut essen und trinken, die Seele baumeln lassen. Und das ganze komplett handyfrei. Da die Unterkunft samt Gewässer auf gut 1.500 Höhenmeter in einem kleinen Tal liegt funktioniert der neue beste Freund des Menschen nämlich nicht. Und das ist GUT SO. Um nicht an Freundesentzug jämmerlich zugrunde zu gehen hab ich mich - ganz retro - einfach dem traditionell besten Amigo erinnert, der seit kurzem unsere Familien-Gang erweitert hat. Bruno ist sein Name, seine Herkunft und Abstammung sind unklar, da er einen äusserst unschönen Start ins Hundeleben erfahren musste. Egal, Fakt ist, dieses Jahr sind nicht nur meine Frau und ich, sondern eben auch Bruno in die grüne Mark angereist. Tut zwar nichts zur Sache, aber er ist noch kein großer Autofahr-Fan, somit waren auch ein paar kleinere Rückbank-Aufwisch-Stopps bei Hin- und Rückfahrt einzuplanen. Da dies allerdings nicht unser erster vierbeiniger Freund ist, war jetzt die Überraschung aber auch nicht allzu groß.

Goldene Stimmung zum Sonnenuntergang.
So. Bekannt und beliebt (zumindest bei mir) für das unglaubliche Wasser und die Wildwuchs-Salmoniden in gebirgstypischen Größen (d.h. relativ klein) verbrachten wir also die letzten fünf Tage fliegenfischend. Mal vom Boot am See, mal im Bach, mal bei dem kleinen Staubecken mitten im alpinen Nirgendwo.








Wie gewohnt waren die Fische sehr angriffslustig, ein Novum war dieses Jahr allerdings
a) die Art und Weise der Bilddokumentation, da ich mich hier fast hauptsächlich auf Unterwasserbilder konzentrierte,
b) die Wahl der primären Fliege. Hier wollte ich einfach meine frisch gebundenen Chernobyl Ants dem Praxistest unterziehen, und
c) ein neuer Ausrüstungsgegenstand im Rutenarsenal, nämlich eine feine #3-Rute in 7 ft. Länge.

... verliert auch eine Atom-Ameise Haltung.
Nach etwa 30 Bissen ...












Zu a) muss ich wohl wenig sagen, eines der Bilder gab es bereits kurz zuvor in diesem Artikel zu sehen, der Rest folgt in Kürze. Doch, eines möchte ich schon noch sagen: UNGLAUBLICH!! Die Wasserqualität ist echt der absolute Oberhammer und ermöglicht in weiterer Folge auch Fotos, die - soviel Selbstlob darf glaub ich sein, ausserdem hab ich es schon überprüft - für offene Münder sorgen. Auch b) und c) sind relativ schnell abgehandelt: die Chernobyl Ants knallen rein, das es eine Freude ist, in Summe wurden von den - während der fünftägigen Fischerei - gefangenen 65 Fischen wohl 2/3 auf die skurrilen Atom-Ameisen überlistet. Ansonsten waren wie gewohnt Kleinst-Muster gefragt, von Rehhaar-Trockenfliegen über Steinfliegenlarven bis hin zu Red Tags in Nass- und Trockenvariante war es wirklich eine Freude die gesichteten Fische zum Biss zu überreden.
Und ja, die neue Rute ist sehr spannend und ein absolutes Rollwurf-Wunder, allerdings gibt es hierzu ohnehin bald einen Tackle-Test meinerseits.

So weit, so gut. Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sprechen bin ich jetzt mal ruhig und zeige lieber ein paar Impressionen der vergangenen Woche her.

tight lines,

gue

Fish on! Und das ganze im Aquariums-Look.
Oben: Für alpine Verhältnisse fast schon kapital: wunderschöne Bachforelle. Unten: der Autor beim kleinen Staubecken.

Bachforellen-Saiblings-Hybride kurz nach dem Sprung.
Schöne Regenbognerin mit Red Tag-Trockenfliege.
Und so sieht dann die Fliegenschnur von der anderen Seite aus.
"Lehrer"-Stolz: Meine Frau hat sich zu einer echt guten Werferin entwickelt.
Zum Abschluss noch ein Oberwasser-Bild: wunderschöne Bachforelle auf Atom-Ameise.






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