Freitag, 19. April 2013

Tackletest Thinkfish Flypad

Mein erster Gedanke beim Öffnen des Paketes aus Spanien: "Ja. Da hat sich mal wer wirklich Gedanken gemacht." Ich muss allerdings zugeben, dass sich dies (noch) nicht auf den Inhalt selbst, sondern ehrlich gesagt eigentlich mal lediglich auf die Verpackung des Thinkfish Flypads samt Flypadbox bezog. Die erste Assoziation war die, dass auch eine gewisse US-Firma gerne ein ähnliches Verpackungsdesign nutzt. Ja, genau, die, eh schon wissen, die mit der Birne als Logo, oder wie war das?

Ja, darin könnte sich auch ein Telefon oder mp3-Player wohl fühlen.
Egal. Obst gibt es auch in Spanien und eine schön puristische Style-Verpackung ist beim Angelzeug vielleicht ungewohnt aber keinesfalls umsonst. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.

Aber worum gehts überhaupt? Die findigen Spanier der Firma Thinkfisch ließen in der letzten Zeit schon einige Male aufhorchen, so zum Beispiel mit der Bold-Semiautomatikrolle, welche einige Angler durchaus als würdigen Nachfolger der berühmten Vivarelli-Rollen sehen. Aber auch darum gehts nicht.

Im Endeffekt geht es darum, dass es im nordspanischen Städtchen León nicht nur prächtige Kathedralen zu bewundern gibt (aber auch), sondern eben auch innovative Menschen leben, die das Fliegenfischen weiterentwickeln wollen. Mit dem 2012 - auf der EFFTEX ausgezeichneten - Flypad haben sie das meiner Meinung auch in gewisser Weise gemacht.

Bienenkasten-ähnliches Schlichtsystem.
Das Prinzip ist denkbar einfach: Jeder einzelne Tray kann - je nach Bedarf - mit Fliegen befüllt werden und in der luftdurchlässigen (sehr schlau!) 20x20x11 Zentimeter großen Flypadbox eingelagert werden. Diese lässt sich von zwei Seiten öffnen, bietet Platz für insgesamt acht Trays und auch die beiden wasserdichten Flypads können links und rechts bei der Box mittels formschönem Klettverschluss verstaut werden. In weiterer Folge kann man sich kurz vor dem Gang zum Wasser entscheiden welche beiden Trays denn mit an ebendieses dürfen.

Schnell austauschbare Trays.
Voll gefüllt sollen die zehn Trays (acht in der Box, zwei in den Flypads) übrigens 1.200 Fliegen fassen. Da ich jedoch kein Freund von vollgestopften Fliegenboxen bin, und auch auf die schnelle keine tausenden Fliegen binden wollte, kann ich das allerdings nicht verifizieren. 

Auch der Preis kann sich wirklich sehen lassen, kostet die schwarz-orange Box samt vier Trays um die 70 Euro und jedes Flypad samt Tray darin nochmals rund 25 Euro. Wer schon einma hochqualitative Fliegenboxen gekauft hat, weiß, dass diese Preise nicht allzu dramatisch sind, vor allem da sie endlich Ordnung in den Fliegenbox-Dschungel bringen.

Die Flypadbox hat Potential für 1.200 Fliegen.




Noch ein interessanter Aspekt: für Fliegenfisch-Vielreisende bietet die gefüllte Box eine sehr gute Möglichkeit relativ platzssparend und vor allem übersichtlich geordnet eine immense Summe an Fliegen mit in die Reisetasche zu packen. 

Einziger Wermutstropfen an der spanischen Idee: sobald die Fliegen etwas größer sind haben sie auch keinen Platz mehr in der Box. Bevor jetzt das große Schreien losgeht: ich rede von Streamern, alles andere (auch wirklich große Chernobyl Ants) fanden problemlos in dem schwarzen Kästchen Platz.

Und wer sich jetzt das Flypad-System nochmals visuell erklären lassen möchte, dem sei der folgende 47-sekündige Spot empfohlen. Dann sollten sämtliche Fragen beantwortet sein. ;-)

In diesem Sinne: ¡Hasta pronto a el agua!

Tight lines, gue

www.thinkfishworld.com

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