Samstag, 8. Juni 2013

Manchmal, ja manchmal ...

... hilft nicht Mal prächtigstes Kaiserwetter, da will es einfach nicht klappen. So genannte Scheißtage eben. Und ich live dabei. Angefangen hat der verhaute Angeltag bereits Mitte der Woche als ich mich wiedermal aufmachte um mir eine Karte und noch ein bisschen Kleinzeugs für meinen ERSTE Hechtpirsch in diesem Jahr zu besorgen. Obwohl ich mich beim Kartenkaufen noch brav erkundigte, ob denn mein favorisiertes Hechtwasser (hier gehts zum Bericht des letztes Besuchs dort) eh nicht hochwasserbetroffen ist ("Nein nein, ein bisschen mehr Wasser, sonst alles gut") kam die
So sieht das Wasser hier normal aus.
Ernüchterung als ich morgens auf den Parkplatz mitten im Wald einfuhr. Es hat eben nicht nur Vorteile, wenn man Gewässer befischt, die so abgelegen sind, dass selbst die Kartenausgabestellen nicht wirklich oft dort vorbeischauen. Fakt ist: Überschwemmt, und das nicht nur ein bisschen. Die Wasserfläche hatte sich ungefähr verdoppelt bis -dreifacht und ich konnte bereits direkt neben meinem Auto das Belly Boat entern. Zur Erklärung: normalerweise liegen zwischen Parkplatz und Ufer noch knapp zehn Minuten Fußweg über eine Rinderweide. Gedanken wie diese beschäftigten mich, als ich das etwa zwei Meter hohe Weidezauntor mit einer Flosse einen halben Meter unter mir streifte. Shit, shit, shit!

Nothing to add.
Und so ist es momentan.
Und erst das Wasser selbst. Zwischen fünf und zehn Zentimeter Sichtweite versprechen nichts Gutes für den Flugangler in Erwartung der Sichtangelei auf Sicht- und Lauerräuber Esox.  Aber hey! Dafür zeigten Millionen von Gelsen, Mücken, fliegenden Ameisen und sonstigem Kleingetier großes Interesse an meinem Booterl und mir. Lange Rede, wenig Sinn: es ging nichts. Das einzige was ich mir während der folgenden Stunden (ein)fing war ein durchaus respektabler Sonnenbrand, ein Zeckenbiss und das ungläubige Lächeln von vier asiatischen Touristen, die auf ihr mehr-schlecht-als-recht-englisch "is fish here?" mein "absolutely" irgendwie nicht ganz glauben konnten, dies aber nicht als Hinderungsgrund sahen den gescheiterten Angler (= mich) zu leidenschaftlichst zu fotografieren.

Mangels anderwertiger Beschäftigung (neben Gelsen verjagen) bekam ich dafür die Chance meine GoPro ein bisschen besser kennen zu lernen. Mittlerweile zählt auch die Möglichkeit einer "Rod-Cam" zu meinen filmischen Möglichkeiten. Das Ergebnis seht ihr anschließend. Ist mangels Fisch nicht wirklich spektakulär, aber momentan versuche ich einfach so viel wie möglich auszuprobieren.


Einstweilen tight lines, gue