Dienstag, 20. August 2013

Bis(s) der Unterarm schmerzt

Jeder kennt sie, diese ganz speziellen Tage. Wo es einfach passt. Wo selbst die Anfahrt zum Wasser keinerlei Grund zum Ärgern gibt und der Stau wie durch Zufall auf der anderen Straßenseite ist, anstatt auf der eigenen. Und dann kommt man am schnappsklaren Wasser an, wirft zwei, drei Blicke in ebendieses und sieht dort einen kapitalen Flossenträger und hey, hier ja auch.

Ein Gutteil der befischten Strecke ist den Trockenfliegen vorbehalten.
So geschehen vor wenigen Tagen während eines Angeltages an der Ager. Für mich zwar ein - vom Hörensagen - bekanntes, aber bislang noch unbefischtes Gewässer. Dieser Zustand konnte durch eine sehr nette Einladung von einem ebenfalls sehr netten Angelfreund geändert werden. Was soll ich sagen, wenn ich an den Tag denke muss ich immer noch grinsen.

Das befischte Ager-Revier ist nicht nur sehr lang, sondern auch sehr abwechslungsreich. Von langsamen und seichten Rieselstrecken, über schnelle Passagen, tiefe Gumpen und auch manch  ruhigen Pool abseits des Hauptstroms, einfach ein Gedicht. Zur großen Poesie wurde es aber, als man den einen oder anderen Blick ins Wasser warf. Kapitale Forellen, dicke Aitel und grundelnde Barben wohin die Polbrille gerichtet war. 

Als mein Angelkollege am ersten Spot nach wenigen Würfen auch gleich eine kapitale tiefdunkle Regenbogenforelle haken konnte kam ich erstmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Erstens war der Fisch sicherlich ein Mitte 50er, und zweitens war die Gegenwehr mehr als nur vehement. Nach fünf Sprüngen, die wohl selbst Iolanda Balas vor Neid hätten erblassen lassen, bekam der Fisch etwas verfrüht seine Freiheit wieder, ich aber meinen Mund noch nicht wieder zu.

Fish on ...
... and on ...



... and on.

Und manch einer schaffte es sogar bis in den Kescher.
Was folgte war einfach ... naja, eben genau einer dieser besonderen Tage. Wir fingen wie die Blöden, mit Nymphen und - nicht nur in der Dry-Fly-Only-Strecke - auch mit Trockenfliege. Die tolle Fangquote ist allerdings, laut meinem Angelfreund, auch auch an diesem Premium-Wasser absolut nicht selbstverständlich.  Je später der Tag voranschritt, desto spektakulärer wurde auch die Angelei. Mein persönliches Highlight: die spektakulären Attacken am späteren Nachmittag auf stromauf geschlitterte Sedge-Fliegenmuster. Wirklich der Knaller wie aggressiv die Fische die Fliege attackierten. Überhaupt war jeder Biss des Tages, genauso wie der folgende Drill spektakulär. Die Ager-Fische, und hier allen voran der überwiegende Leitfisch, die Regenbogenforelle stehen sehr gut im Saft und kämpfen, kämpfen, kämpfen. In meinem Fall tatsächlich bis der Unterarm vor lauter Drill-Action schmerzte. Als sich mein Angelkollege und ich entschieden den Tag zu beenden, hätten wir wohl zwar noch die nächsten Stunden weiterhin sensationell gefangen, aber einerseits soll man ja aufhören wenn es am schönsten ist, andererseits kam ich sowieso aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Die Bilanz: 23 gefangene Fische, vier verschiedene Fischarten (Regenbogenforelle, Bachforelle, ein Äschlein und zwei Aitel) und wahrscheinlich doppelt so viele Bisse.

Auch wenn mein Kameraakku leider bei der Schlitter-Sedge-Action schon lange das Betthuperl gesehen hat, gibt es folgend noch ein paar Eindrücke dieses Ager-Tages.

tight lines, gue




Kommentare:

  1. Interessanter Blog, gefällt mir :)

    AntwortenLöschen
  2. Danke für den Bericht - da muss ich auch mal hin

    LG Christoph Lang

    AntwortenLöschen
  3. Danke für den Bericht - da muss ich auch mal hin

    LG Christoph Lang

    AntwortenLöschen
  4. Aloha,

    wir haben deinen Beitrag auf unserer Facebookseite "blogARTig" veröffentlicht. Solltest du etwas dagegen haben, bitte laut schreien.

    Liebste Grüße und Petri Heil
    blogARTig

    AntwortenLöschen