Samstag, 26. Oktober 2013

Zu hohe Erwartungen ...

Achja (ihr müsst eucht jetzt noch ein seufzen dazu vorstellen). Wahrscheinlich kennt das ein jeder. Man fähr endlich mal an ein Gewässer. HALT. Nicht an EIN, sondern an DAS Gewässer. Berühmt bis dorthinaus. Mit fliegenfischereilicher Geschichte fast schon überladen. Auch in Österreich gibt es solche Wasser. Und genau an so eines führte kürzlich die - sehr kleine aber nichtsdestotrotz feine - Runde des Angelforum.at-Fliegenfischer-Forumstreffens. Entgegen der ursprünglichen Planung (eigentlich wollten wir drei wackeren Flugangler aus dem Süden, dem Osten und der Mitte unseres Landes) ja an die Taurach in den Alpen. Doch ein Hotelier mit dem sich wegen der Aufenthaltsdauer nicht verhandeln lässt macht eben auch kein Geschäft mit uns. Auch gut, dann eben auf Heldenspuren an die .... Trommelwirbel ... Gmundner Traun.

Jeder Fliegenfischer der ein bisschen weiter als nur bis zur eigenen Rutenspitze blickt hat zumindest von diesem Gewässer schon einmal gehört. Gebetsroither nannte dies sein Heimat-Wasser, Charles Ritz war ebenso gerne hier wie viele andere bekannte Fliegenfischer. Und dafür muss man wohl eben auch die Rechnung zahlen. Wie ich das meine?

"eeeeyyyy kannst Du mal ein Foto machen?" Der junge Fischerkollege ist zweifellos preußischer Herkunft. Gut, dafür kann er nichts, allerdings braucht er mich auch nicht über mehrere Meter anbrüllen weil er einen Fisch an der Rute hat. Und ich nicht. Ich geb es ja zu, ein bisschen Fischneid spielt hier wahrscheinlich auch mit, aber es war einfach ... komisch. Das die Wasserbedingungen an der GT zum Reisezeitpunkt nicht die allerbesten waren wussten wir im Vorfeld. Was wir nicht wussten ist, dass die (während dieses Wochenendes) wenigen gut befischbaren Plätze zum Großteil von Angelgruppen besetzt waren, die ... nona ... das hochdeutsche als Muttersprache ihr eigen nennen. Trotzdem heftig. An einem guten Platzerl habe ich sage und schreibe 15 (!!!) Angler auf wenige hunderte Ufermeter gezählt. Und einer brüllt mich um ein Foto an, weil er endlich einen Fisch am Haken hat. Das ich auch mit Kamera verneint hätte muss wohl extra nicht hinzugefügt werden.

Der Chefkoch bei der Arbeit.
Frühherbstliche Fischerei an der GT.
Eine von Wolfgangs zahlreichen Trockenfliegen-Forellen.
Meine Wenigkeit versucht zu erklären.
Nun denn, zwei Tage mal drei Angler an der GT also. Ja, wir hatten unseren Spaß am und auch weg vom Wasser. Und ja, wir haben auch gefangen. Ob gut oder schlecht sei dahingestellt, es ist eben im Nachhinein betrachtet oftmals ein Fehler wenn man zu hohe Erwartungen in ein Gewässer steckt.

Interessant ist vielleicht noch, dass der größte Fisch des Wochenendes an einem der (wenn nicht DEM) bekanntesten Forellengewässer Österreichs eine stattliche Barbe mit gut 60 Zentimetern war.

Barben-Waschel aus der Gmundner Traun.



Bitte meine mitunter kritischen Überlegungen jetzt aber nicht falsch verstehen, die Gmundner Traun wird mich sicher wiedersehen, ob ich wieder an einem Wochenende hinfahre sei allerdings dahingestellt...

tight lines, gue


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