Freitag, 24. Januar 2014

Mit der Fliege auf Karpfen - erste Tipps und Grundregeln

Nach den Barben-Erfolgen im letzten Jahr ...
... sollen heuer solche Karpfen auf Fliege folgen.
Da meine Mission "Barben auf Fliege" im vergangenen Jahr ja durchaus von Erfolg gekrönt war (u.a. nachzulesen hier, hier und auch hier) möchte ich  mich in 2014 unter anderem einem neuen Ziel-Friedfisch, nämlich ... tatatata (bitte hier höchst imposanten Trommelwirbel vorstellen) ... dem Karpfen widmen. Wie so oft wenn ich mal zum Start eines anglerischen Projektes keine wirkliche Ahnung habe, hab ich mich vorweg mal im Internet ein bisschen schlau gemacht. Folgend die Grundregeln und Tipps, wie sie von einigen Angelkollegen aufgestellt wurden (über den Erfolg kann ich hier hoffentlich in ein paar Wochen berichten) zum Fliegenfischen auf Karpfen.

Die Überdrüber-Elementar-Regel Nummer eins und leider auch zugleich Ausscheidungsgrund für viele mir bekannte Gewässer mit gutem Karpfenbestand ist:
Es geht nur auf Sicht

Hier waren sich wirklich alle Fliegenfischer mit Karpfenerfahrung einig, wenn man die Wasserschweine nicht sieht, bringt auch die Pirsch mit der Fliegenrute wenig bis gar nichts (und hier mit ganz großem Ungleichgewicht in Richtung Zweiteres). Eigentlich auch klar, da beim Fliegenfischen weder mit Aromen noch sonstigen Lockstoffen geangelt wird, muss die Fliege den fressenden Karpfen direkt vor das bebartelte Maul gesetzt werden um schlussendlich auch Spiegler oder Schuppi zu haken und einen Drill der Extraklasse zu erleben. Die ganzen sumpfig-trübel Tümpel meiner Bekannten, die ab und an der Karpfenjagd fröhnen fallen also mal prompt flach.

Nun denn, man muss die Fische also sehen. So weit, so selektiv sollte auch schon mal die Gewässerwahl getroffen werden. Die nächste Regel ist: Das Gewässer sollte so seicht wie möglich sein. Vor allem an heißen Tagen patroullieren Karpfen ja gerne in Flachwasserbereichen an Schilfgürteln vorbei (einen schönen Praxisbericht dazu gibt es hier), und genau um solche Situationen geht es, da man hier ganz einfach (Regel eins) die Karpfen besser sieht und somit auch die Fressrichtung bestimmen kann, zumindest wäre so halt mal die Theorie.

Die nächste Regel: Geduld in Kombination mit Vorsicht. Dass Karpfen sehr scheu sind weiß eigentlich jeder Angler, der sich schon einmal - egal mit welchem Gerät - auf die kampfstarken Friedfische versucht hat. Und ja, von dem Zielfisch angemessenem Gerät (ab #5) samt extralangem Vorfach (mininimal 0,20er) und den richtigen Fliegen (wie immer ist hier eine Allgemein-Empfehlung schwierig) wars das eigentlich auch schon. Zu den Fliegen sei noch gesagt, das hier die Meinungen erwartungsgemäß sehr stark auseinander gehen, während die einen auf Streamer oder Krabbenimitate schwören, gibt es für andere Karpfen-Fliegenfischer nur Nymphen, Nymphen und ja, Nymphen eben. Auch Brotfliegen tauchen in den verschiedensten Beiträgen immer wieder auf, sind allerdings meiner Erfahrung nach auch nur an Gewässern sinnvoll, wo der eine oder andere Vogelfreund das Federvolk gerne mit altem Gebäck füttert. Also gibt es auch beim Fliegenfischen auf Karpfen keine Zauberfliege, sondern es geht nach dem Trial & Error-Prinzip, das natürlich wiederum auch von Ausnahmen lebt - Fliegenfischen eben ;-)

Folgend einige Video-Tutorials, welche zudem noch den einen oder anderen nützlichen Tipp enthalten.  Einen ganz wichtigen Hinweis verrät auch gleich Barry Reynolds in dem ersten Clip: am Besten gar nicht erst mit dem Fliegenfischen auf Karpfen anzufangen weil man davon sonst süchtig wird ;-).

 




Na dann, schauen wir mal ob ich auch zum Carpoholic werde... Ich hoffe ich kann hier bald dicke Fliegen-Karpfen präsentieren.

Tight lines, gue

Als Abschluss noch Links von zwei für mich besonders interessanten Artikeln zum Thema:
Florian Dietze erklärt auf Royal Flyfishing seine Erfahrungen mit der Fliegenfischerei auf Karpfen und Thomas Vogt macht es auf seiner Homepage ebenso.

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