Freitag, 28. März 2014

Lektionen in Demut (und Spey Casting)

WARNUNG: Eventuell könnte das Lesen dieses Berichts einen ernsthaften Angelfluch übertragen. Dem Autor wäre dies gar nicht so unrecht, solange er selbst ihn alsbaldigst wieder los wird. 


Bei der Abreise war alles noch fluch-frei. Denke ich zumindest.
Eigentlich hätte dieser Artikel ja "Lachsfischen mit Notfallplan" heißen sollen. Was ich allerdings nicht wusste, ist, dass der Notfallplan manchmal nochmals einen eigenen Notfallplan benötigt, der wiederum auch nicht immer funktioniert. Verwirrt? Gut. So geht´s mir schon die ganze Woche. Aber mal langsam, bzw. "cheers", schließlich wird während dem Verfassen dieser Zeilen gerade ein kühles Guinness gezischt, dass ich mir wahrlich mehr als nur verdient hab. Und ja, das zweite Pint ist gedanklich schon in Planung, soviel sei bereits verraten.

quotes (#39)


"Why does a salmon rise? Why does a small boy cross the street just to kick a tin can?"
Lee Wulff, The Atlantic Salmon

Samstag, 22. März 2014

Ich bin dann mal weg ...

Hey ho, let´s go ...





Eine Woche Lachs- und Browntroutfischen in Irland liegt vor mir, die Vorfreude ist schon riesig, Bericht und vielleicht das eine oder andere Update während der Woche (sofern das Internet dies zulässt) kommt natürlich in Bälde... tl, gue

Tackletest Omnispool Switchbox

Gute Fliegenschnüre sind nicht gratis. Soweit mal keine Überraschung. Dass man deswegen auch darauf schauen und der Schnur hin und wieder einen Aufenthalt im Schnur-Spa gönnen sollte ist vielleicht für einige Fliegenfischer jedoch neu. Zumindest ist es in meinem Freundeskreis noch relativ weit verbreitet die Schnur einfach so lange zu fischen biss sie buchstäblich von der Rolle fällt. Allerdings könnte man mit einigen kleinen Kniffen die Lebensdauer seiner Flugschnur deutlich verlängern und auch den Spaß am Wasser vergrößern. Mit der Hilfe der Omnispool Switchbox beispielsweise.

Darf ich vorstellen: das Spa für die Flugschnur.
Im Endeffekt sind die grün-weißen Plastikboxen in erster Linie nichts anderes als eine einfache Aufbewahrungsmöglichkeit für Fliegenfischer, die während eines Angeltages/Angeltrips mehrere Schnüre für die gleiche Rolle mitführen wollen und über keine Wechselspule dazu verfügen. Kurbel reingesteckt, Schnur eingehängt und schon hat die eben noch auf der Rolle befindliche Flugschnur ein neues Zuhause und wartet auf den Einsatz. Dass sich dies auch für die Winterlagerung von Schnüren anbietet überrascht nicht, zumal die Switchbox einen etwas größeren Spulenkern als die meisten Rollen hat und somit auch die Flugschnur auch rasch die enge Wicklung auf der eigentlichen Rolle "vergisst" und somit im Normalfall wieder kerzengerade - bzw. zumindest weniger gekringelt als normal - wird.

Bevor man die Flugschnüre einwintert kommt im Idealfall noch der vorhin angesprochene Wellnesstempel zum Einsatz, und auch hier kann die Switchbox helfen. Mit der kleinen Line Care Box samt Line Cleaner wird nämlich auch das Putzen und Pflegen der Schnur zum Kinderspiel. Einfach an die Switchbox angekoppelt, ein paar Tropfen Schnurreiniger rein und die Schnur durchziehen. Nach rund 15 Minuten Einwirkzeit sollte der Reiniger wieder von der Flugschnur herunterpoliert werden und fertig ist der Beautytag im Flugschnur-Spa. 


Abschließend noch zwei Videos, die die Anwendung der Omnispool Switchbox anschaulich erklären.

Willkommen im Spa-Bereich der Omnispool Switchbox:


In dem folgenden Video wird der Schnurwechsel mit der Omnispool Switchbox sehr anschaulich erklärt:


tl, gue

Dienstag, 18. März 2014

Buch-Tipp für nicht mehr ganz so kalte Frühlingsstunden (pt. 15)

Kann man ein ganzes Buch nur einem einzigen Zielfisch widmen? Nach der Lektüre von "Rapfen - Jäger der Flüsse" des Autoren/Angeljournalisten/Fotografen Floran Läufer kann ich mit vollster Überzeugung behaupten: ja, man kann. Und das sogar sehr gut. Soviel mal vorweg.

Der Rapfen oder hierzulande meist Schied genannt, entwickelte sich ja in letzter Zeit immer mehr zu einem echten Modefisch, sofern es das überhaupt gibt. Ich selbst hatte leider dennoch noch nie das Vergnüngen einen der Torpedos am Streamer zu haben, aber was nicht ist, kann (und sollte auch) absolut noch werden.

Zugegeben, ich wüsste ehrlich gesagt auch momentan gar nicht genau wo ich diesem Silberpfeil nachstellen sollte, und auch diese Frage wird in "Rapfen - Jäger der Flüsse" gleich beantwortet:

"In Österreich ist der Schied, wie er dort genannt wird, als typischer Donaufisch bekannt. In den letzten Jahren wurde er aber immer häufiger auch in stehenden Gewässern bis nach Kärnten gefangen man kann heute stellenweisen von beangelbaren Beständen sprechen." 

Montag, 17. März 2014

Jazz and Fly Fishing - Season Two

Was soll ich da noch groß sagen, ich steh einfach auf die Boys. Wie immer super smooth, super entspannt und einfach ... eeeeeeeaaaaassssyyyyyy... Und das trotz der Tatsache, dass "90 % of flyfishing ist suffering, and 95 % of jazz is suffering too", was die ersten zehneinhalb Minuten auch prompt beweisen, also zumindest ersteres. 
tl, gue


Season Two Episode 1: The Only Way Is Up from Jazz & Fly Fishing on Vimeo.

Samstag, 15. März 2014

Mit Demut und Grinser

Eigentlich hat der heutige Angeltag ja ganz normal angefangen. Eigentlich. Als ich dann allerdings an der Saalach ankam war dann doch etwas anders. Es ist nämlich Mitte März und wie im heurigen Jahr überall in der Natur ist auch das Schmelzwasser deutlich früher dran als normal. Also gut, ich komm also wie gesagt am Wasser an und höre lautes Rauschen, wo letzte Woche noch leises Plätschern und Gemurmel war. Nun denn, auch egal, einen Versuch ist es auch im Halbtrüben wert, vor allem wenn ich an meinem einzigen freien Tag der Woche genau deswegen um kurz vor Sieben aufgestanden bin. Zusammengefasst: nachdem ich über knapp drei Stunden mehrere Hotspots abgefischt habe, sich das Ufer ungefähr fünf Meter mehr in Richtung ... naja ... Ufer eben verschoben, und der Wind zudem stetig aufgefrischt hat, war das einzige was ich mit meinem Streamer haken konnte mein Oberarm. Das tat nicht nur relativ weh (Gottseidank Schonhaken!!!) sondern machte auch einer unvermeidbaren Einsicht Platz: schön langsam wirds hier unfischbar.

Also gut, allmählich wurde in meinem Kopf das Wort "Demut" immer lauter und ich textete in Gedanken schon die ersten Zeilen eines Nicht-Fangberichtes. Demut vor allem deswegen weil ich in den ersten drei Angelsessions dieses Jahres schon 37 Fische in meinen nassen Händen halten durfte (darunter Karpfen, Barben, Bach-, Regenbogen- und Seeforellen - Berichte dazu gibt es hier, hier und hier) und somit wirklich schon mehr als gesegnet war. Und naja, natürlich können solche sensationellen Serien nicht ewig andauern, und irgendwie ist das ja auch ok so. Soviel also zum Thema Demut.

Montag, 10. März 2014

Fliegenrollen-Klingelton

Wahrscheinlich jeder, der im heurigen Jahr das RISE Flyfishing Film Festival besucht hat wird sich  an den patagonischen Guide in "Tributaries" dem ersten Film des Abends erinnern, der zwischenzeitlich "i want that as a ringtone on my phone" ausruft, als die Fliegenrolle seines Kunden ganz wunderbar herrlich aufschreit, weil ein kapitaler Fisch vehement Gegenwehr ausübt.

Nun ja, was soll ich sagen. Ich hab mich mal schlau gemacht ob es das nicht schon gibt und siehe da, die netten Leute von Nautilus Fliegenrollen haben sogar eine durchaus respektable Auswahl von Klingeltönen mit ebendiesem Sound (zu finden sind diese hier). Man kann sich dabei sogar die Fische auswählen, die die Rolle zum Singen bringen. Neben dem sensationellen Tarpon-Sound finde ich vor allem "surprises bonefish" und natürlich den "trout"-Klingelton besonders lohnenswert. Insofern: RUF ... MICH ... AN! ;-)

tl, gue

Samstag, 8. März 2014

Der nächste Saisonstart, der Wahnsinn geht weiter ...

Und wo ist jetzt das Leckerli fürs Foto-Posen?





Heute ging die Saison also auch an meinem zweiten Heimatwasser, der Saalach (hier geht es zu einer kleinen Gewässervorstellung) wieder los. Nachdem ich im dichten Morgennebel noch mit den beiden Hunden eine Runde gegangen bin, stand also der nächsten 2014er Premiere nichts mehr im Weg. Und ja, nachdem im letzten Jahr gleich am ersten Tag eine Ü50-Forelle überlistet werden (hier geht es zum Fangbericht) konnte war auch zugegebenerweise die Spannung nicht zu gering.



Donnerstag, 6. März 2014

Nach dem RISE ist vor dem Fischen

In Wien konnte es das RISE auch mit den Blockbustern aufnehmen.



So, das war es also, die dritte Auflage des RISE Flyfishing Film Festivals ist gestern zu Ende gegangen, zum ersten Mal hatte ich dabei die Ehre die Moderation der drei Veranstaltungen in Salzburg, Wien und Millstatt zu übernehmen. Das persönliche Fazit? Drei sehr nette Abende mit vielen neuen Bekanntschaften, begeisterte/staunende Anglern in den Kinos, sehr gute Gespräche und ja, relativ kurze Nächte (was wohl auch mit dem vorherigen Punkt zusammenhängt ;-). Neben den bereits schon etablierten Events in Salzburg und Wien wurden in Millstatt heuer auch zum ersten Mal die Fliegenfischer südlich der Alpen filmisch bedient. Besonders erfreulich dabei: gleich bei der ersten Auflage war das Kino fast ausverkauft und die Stimmung vom ersten Film an blendend. 

Sonntag, 2. März 2014

An Tagen wie diesen ...

Ich bin ja jetzt eigentlich kein großer Fan der Toten Hosen, aber ... jaaaaaaaa ... ich geb es zu, dieses Mal passt das.

"Ich wart seit Wochen, auf diesen Tag"

Endlich war es es soweit. Saisonstart. Wie schon im letzten Jahr (Bericht dazu gibt es hier) feierte ich diesen an meinem an meinem kleinen Jahreskartengewässer, das wiedermal bewies, dass es nicht immer auf die Größe ankommt. Aber halt, mal langsam. Nachdem ich nach einigen fischlosen Wochen also klarerweise bereits am Vorabend in vollster Vorfeude das Tackle hergerichtet habe, sprang ich am 1. März auch ohne Wecker sehr früh aus dem Bett. Da das Auto schon beladen war, fehlte nur noch ein kleines Frühstück um mich wenig später bei Morgenfrost am Ufer einzufinden. Eine zwischenmenschliche Beobachtung am Rande: Scheinbar wurde der Saisonstart der Angler heuer auch zeitgleich mit dem der Saisonstart der nimmersatten Angel-Fragestellern gelegt. Unglaublich, was ich in den ersten Stunden angequatscht wurde. Von dem klassischen "Und, geht was?" (natürlich ohne jegliche Grußformel vorweg und deswegen auch jedes Mal von mir gänzlich negiert - auch am Wasser kann man meiner Meinung nach gewisse Umgangsformen erwarten) über das "Sind da schon Fische drinnen?" und das "Was ist denn das?" (wurde leider bei beiden Fragestellern nicht  wirklich genauer konkretisiert und deswegen auch relativ schwer in der Beantwortung) bis hin zu den einen oder anderen exotischeren Statements wie "Die Rute hab ich auch, da fang ich immer ganz super, vor allem mit Käse oder Würmern" - und ja, ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine #3 Bach-Fliegenrute in der Hand) war einiges dabei. Aber meine Laune blieb gut, die Sonne strahlte und ich gleich mit. Hey, erster Tag der Saison, oder?