Sonntag, 6. April 2014

Und weg ist der Fluch

Die Saison hat also mittlerweile voll begonnen, und scheinbar ist mein Angelfluch (die ganze klarerweise hochdramatische Geschichte dazu gibt es hier) doch nicht so schlimm wie ursprünglich befürchtet, bzw. ist ebendieser wohl einer der Flüche, die regional eingegrenzt sind. In meinem Fall hab ich das Angelpech scheinbar in Irland gelassen und konnte vergangene Woche wieder einige schöne Fische überlisten. 


Da sich die Arbeit momentan gottseidank mal etwas in Grenzen hält konnte ich unter der Woche ein paar Nachmittagsstunden abzwicken und zu einem meiner Jahreskartengewässer fahren, das mich in den letzten Wochen schon mit einigen Karpfen, Barben und natürlich Salmoniden beglückt hat (siehe hier, hier und hier). Wenige Stunden später hat sich die Entscheidung als goldrichtig herausgestellt, zahlreiche Forellen auf Trockenfliege (darunter ein echter Bachforellen-Bulle) und eine schöne Barbe waren die Bestätigung dafür, eine deutlich größerer Goldbarren zeigte meinem #3er Gerät die Grenzen auf und ließ mich kurz nach dem Anhieb mit Schnurbruch am Ufer stehen und staunen. 

Kleiner aber dennoch kampfstarker Goldbarren.
Feiste Bachforelle bei strahlendem Frühlingswetter auf Trockenfliege - ja, das gefällt.
 
Und kurz vor dem Release.







Sie ist rot, schlank und sehr schnell: ich bin verliebt.
Und dann war es endlich Samstag und ich durfte nicht nur meinen wunderschönen Neuzugang im Rutenwald ausführen (ich nenne sie für mich ja nur mehr die rote Zora), sondern konnte zudem zum ersten Mal im heurigen Jahr an die Ager fahren, welche mich im letzten Jahr ja schon mehr als nur vollends begeistert hat (nachzulesen hier). Zur Rute möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viel sagen, da gibt es ohnehin bald mal einen separierten Testbericht. Nur soviel vorweg, die Investition in die Selbstbescherung mit einer neuen Rute, neuen Rolle und neuen Schnur war aber sowas von kein Fehler. Und daran ist nicht nur die (zugegebenerweise vielleicht etwas protzige, aber ich geb´s zu, ich steh drauf) "Gue Flyfishing"-Signatur am Blank der roten Zora schuld ;-)

Mit von der Partie war "Tough Angler" Andreas Zachbauer, der zwar das Fliegenfischen nicht als seine primäre Angelmethode bezeichnet, aber trotzdem mit Feuer und Flamme bei der Sache war. Was soll ich noch groß sagen: das Wasser war perfekt, die Ager-Fische wie schon bei der Premiere im letzten Jahr sehr sehr sehr gut in Form, den größten Fisch meines Angeltages hab ich natürlich nach mehrminütigem Drill verloren, konnte aber dennoch viele kräftige und kampfstarke Regenbogenforellen überlisten und zum Tanz mit der roten Zora überreden. Aber seht selbst:

Und so sieht dann ein perfekter Halbkreis aus.

In der Ager gehört es unter den Forellen scheinbar zum guten Ton auch gehörige Luft-Akrobatik zu beherrschen.
Wunderbar gefärbt und sehr kräftige Mittvierziger Ager Regenbogen, ...
... die sich mittels slicky release verabschiedet hat.
Summa summarum war es wieder ein wunderbarer Tag an diesem Premium-Gewässer, von einer kleinen Diskussion mit einem deutschen Angler (die aber rasch, eloquent und souverän von Andreas beendet wurde ;-) einmal abgesehen hat die Ager meine (ohnehin schon sehr hohen) Erwartungen wieder vollstens erfüllt. Es wird heuer sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diesem Gewässer einen Besuch abgestattet hab. 
Tight lines, gue

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