Dienstag, 24. März 2015

i like big ... FISH

... and i can not lie. You other brother can´t deny" Tja, wo er recht hat, da hat der gute Sir Mix-a-lot eben recht. Auch wenn er ja eigentlich etwas anderes gemeint hat, aber hey, wir Fischer sind eben nicht auf irgendwelche sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale fixiert (zumindest wenn wir am Wasser sind), sondern auf BIG FISH, richtig? ;-)

Gut, soweit mal alles klar. Und da Größe doch etwas zählt, hab ich es auch im heurigen Jahr bereits wieder auf die Bonefish des Süßwassers, meine geliebten Barben versucht. Nachdem ich also kürzlich zu einem meiner Top-Barbenspots geschlendert bin, kam es gleich richtig dick. Erster Wurf: Biss und nach wenigen Drillsekunden ausgeschlitzt. Zweiter Wurf nichts. Dritter und vierter Wurf Bisse und wieder ausgestiegen im Drill. Nach einigen weiteren Würfen dann wieder ein Biss und dat Ding hing.

Bei solchen Lippen lässt sich selbst mal der eigentlich stets um Contenance bemühte Angler zu einem Duckface hinreissen.
Klein, dünn aber die erste Forelle in diesem Jahr. 

Die erste Barbe in 2015 hatte also Kescherkontakt und ich bin schon wieder voll im Goldbarrenfieber. Nach einem weiterem Spotwechsel abermals zwei Bisse samt folgendem Ausstieg. Abartig. Wenig später versuchte ich mein Glück im Weißwasser und konnte prompt zwei sehr schlanke aber nicht minder schöne Bachforellen überlisten.

Danach stieß ich an einem noch unbekannten Spot wieder auf einen Trupp Barben und versuchte natürlich mein Glück. Plötzlich löste sich - ganz in guter alter Inkognito-Manier - ein kleiner Schuppenkarpfen aus dem Schwarm, nahm meine Nymphe und zeigte meinem Vorfach gleich darauf seine Belastungsgrenze. Sagte ich eigentlich schon, dass ich Mischgewässer super finde?

Also eigentlich schon mal alles gut. Aber so richtige big fish waren da (von dem Aitel/Döbel-Waschel abgesehen) ja noch nicht dabei. Noch wohlgemerkt. 



Es könnte wirklich schlimmer sein.
Ich habe mich nämlich vergangenes Wochenende wieder an dieses eine, ganz spezielle Gewässer aufgemacht, das einem - klarerweise stets in Verbindung mit viel Leergeld - immer wieder einmal die Chance offenbart echte Ausnahmesalmoniden zu überlisten (wie auch beispielsweise im vergangenen Jahr eine 68er Regenbogenforelle, die wohl auf Austausch vom patagonischen Jurassic Lake zu Besuch war, die Story dazu gibt es hier). Kurz vor dem sonntäglichen Schlechtwettereinbruch war der Samstag zumindest vormittags ja noch recht freundlich.  

Das gehörte genutzt, und so offenbarte sich mir einige Stunden lang eine Fischerei der absoluten Extraklasse. Wunderbar klares Wasser, sobald sich die Sonne zeigt fingen auch die Fische zu steigen an (ein tailender Trupp kapitaler Aitel im extraflachen Wasser machte mich übrigens mehr als nur verrückt - die Dickschädel waren trotz verschiedenster Fliegen und Präsentationstechniken einfach nicht zu überlisten) und ja, ich mittendrin statt nur dabei. ;-)




Perfekte Bedinungen für den angelhungrigen Fliegenfischer.

Bevor ich mich allerdings gänzlich der Trockenen widmen wollte, stand noch der Besuch eines (zumindest imho) secret spots auf dem Plan, von welchem ich wusste, dass hier absolutes Großfischpotential besteht. Da ebendieser Spot wiederum nur mittels einem relativ verzwickten Marsch erreichbar ist, sowie die Angelei selbst aufgrund der Tiefe des Wassers und den zahlreichen Strömungen auch nicht so ohne ist hab ich bei all meinen Besuchen noch nie einen anderen Flugangler getroffen. So auch dieses Mal. Wieder war die #7-Rute samt Sinktip-Schnur im Gepäck um die schweren Koppenstreamer (zum Tackletest geht es hier) auf Distanz zu bringen.  Und wieder war das Ergebnis der Knaller, aber seht selbst:


Bereits nach wenigen Würfen hing ein stattlicher 53er Bowie-Brummer am Haken, lieferte einen Drill der Extraklasse und wurde nach kurzem Fototermin freilich prompt releast.

Die Krönung lieferte allerdings diese End-Fünfziger-Regenbogen wenig später, die auch meine #7 zu einem wunderbaren Halbkreis zwang und mir ob der Drill-Intensität prompt Unterarmschmerzen bescherte..

Auch im Kescher ein "echt fettes" Motiv. ;-)

Der kleine Punkt in der Mitte? Mein armer herrenloser Kescher.
Der Tag war also anglerisch bereits gerettet, bevor er überhaupt begonnen hatte. Um den Fischen weiteren Stress zu ersparen, ließ ich den secret spot wieder secret spot sein und widmete mich nun voll und ganz der Trockenfliegenfischerei. Was folgte waren noch einige wunderschöne Stunden samt kampfstarker Fische, insgesamt dürfte ich wohl an diesem Tag irgendetwas zwischen 15 und 20 Salmoniden überlistet haben. Und ja, auch mein Kescher, der sich kurzzeitig wegen dem Bruch eines Sprengrings in die Fluten verabschiedet hatte konnte wenig später wieder gefangen werden. 

Tja, was bleibt da noch zu sagen? Eigentlich nichts, ausser: "ich singe viel viel liiiiiiieber: i ... like ... big ... FISH! And i cannot lie!" ;-) 

Tight lines, gue











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen