Dienstag, 21. April 2015

Von Goldbarren, Leoparden und Krokodilen

Die Temperaturen steigen also weiter, und mit ihnen auch die Aktivität der Fische. So konnte ich während einiger (mitunter sogar sehr kurzer) Kurz-Sessions in den vergangenen Tagen auch einige wirklich wunderbare Flossenträger überlisten. Bemerkenswert ist im heurigen Jahr die große Anzahl an kapitalen und sehr bulligen Aitel (Döbel), die sich sowohl von der Nymphe als auch der Trockenfliege überzeugen lassen. Die großen Dickschädel machen ordentlich Laune am leichten Bachgerät, zumal mir eine rund 50 Zentimeter-Aitel kürzlich einen echten Drill der Extraklasse (samt zwei, drei zornigen Sprüngen) beschert hat.

Schöne Aitel, die kurz auf Kescherurlaub waren.
Und auch meine Friedfisch-Lieblinge, die Barben werden langsam munter und ich konnte mittlerweile zumindest ein halbkapitales Exemplar von der langsam geführten Goldkopfnymphe überzeugen.
Kampfstarker Goldbarren.
Ein Segel wie auf hoher See.
Als mir dann noch ein guter Angelfreund von einem von ihm gespottenten Ausnahmefisch an einem meiner Heimatwasser erzählte (er war leider nur auf Kurzbesuch und relativ erfolglos dort und ich hatte keine Zeit für eine Gewässereinführung) war natürlich prompt mein Ehrgeiz gewecket. Die von ihm beschriebene lang gezogene Kurve kannte ich gut, und ich wusste auch, dass dort - aufgrund starker Strömung samt beachtlicher Wassertiefe - mit normalen Nymphen wenig bis nichts zu holen war. Also wurde schwereres Gerät eingepackt und vergangenen Sonntag - schnell zwischen zwei beruflichen Terminen - ein Abstecher ans Wasser gemacht. Was soll ich sagen, ich hab nicht wirklich länger als 20 Minuten oder so gefischt. ;-)
Der wuchtige See- und Bachforellenhybrid konnte nicht widerstehen. 
Ein echter Wasser-Leopard.
Natürlich kann man über Besatzpolitik streiten, und ob so ein Zuchtfisch in einem kleinen Flüsschen etwas verloren hat sei jetzt mal dahingestellt (meiner Meinung nach ganz klar nicht). Aus diesem Grund gab es kürzlich auch herrliche Forellenfiletts mit Erdäpfel-Vogerlsalat. ;-) Und ja, ich hab mich dennoch über den Fang gefreut - soviel Ehrlichkeit muss sein... 

Der gleiche Angelkollege ist übrigens auch begnadeter Hechtfischer und hat - kurz vor dem Saisonstart - mal sein Hechtgewässer mit der Kamera besucht. Was soll ich sagen, ausser: nicht mehr lange!
Wenige Meter vor der Linse präsentierten sich mitunter stattliche Süßwasserkrokodile.
Neben kleineren Fischen waren dabei auch durchaus stattliche Exemplare dabei.
Tight lines, gue


Donnerstag, 16. April 2015

Buch-Tipp für den Saisonstart (pt. 24)

Jetzt ... ähm nö ... BALD gehts los, bald gehts los! Wie ja an dieser Stelle vor kurzem schon mal verlautbart: ich bin geil. Aber hallo. Von der abrupten Ehrlichkeit überrascht? Tja, ist aber so. Und das beste daran: meine Geilheit wird auch in absehbarer Zeit befriedigt werden, da sich momentan tatsächlich ein nicht unbeträchtlicher Teil meiner anglerischen Gedanken rund um das nahende Ende der Hechtschonzeit, bzw. positiv formuliert, um den Start in die kommende Hechtsaison dreht. Mann mann mann, endlich dürfen die riesen Streamer wieder die Luft durchschneiden, endlich gibt´s (sofern der kiemenatmende Gegenpart mitspielt) wieder blutige Finger und einen zitternden Fliegenfischer, der ob der unglaublichen Aggressivität der Attacken kurzzeitig einfach sprachlos ist (und das heißt in meinem Fall wirklich etwas).

Jetzt wäre ich doch tatsächlich fast in die Schwärmerei abgedriftet, wobei es doch hier eigentlich um etwas anderes gehen soll. Wobei, so stimmt das jetzt auch wieder nicht, aber egal. Fakt ist, dass es seit kurzem auch im deutschsprachigen Raum etwas gibt, das ich bislang vermisst habe. Nämlich ein Buch, dass sich rein mit der Fliegenfischerei auf Hecht auseinandersetzt. Eine Nische im ohnehin schon kleinen Nischenangelsport quasi. Und das mag ich. 

Montag, 13. April 2015

Überraschende Ehren

Tja. Da surft man so durchs Netz, denkt an nichts Böses und dann das. Die netten Leute von www.bissanzeiger.net haben nämlich nicht nur ein höchst innovatives System entwickelt um sich über Smartphone-App auf einfachste Art und Weise digital Angelkarten für mittlerweile eine beträchtliche Anzahl an Gewässern zu kaufen (dazu gibt es ohnehin bald einen gesonderten Artikel). Nein, sie haben kürzlich auf ihrer Seite auch eine Top 5 der "Must read Angelblogs 2015" publiziert auf der ... und jetzt kommts ... bereit? ... sicher? ... ok, dann los ... auch www.gue-flyfishing.com dabei ist. Das freut mich natürlich sehr, vor allem die Beschreibung "Sein Schreibstil ist im Vergleich zu anderen Journalisten etwas unkonventionell, aber das macht das Lesen gleich viel interessanter" gibt natürlich nochmals Extra-Auftrieb! ;-)


Tight lines wünscht der etwas unkonventionelle gue

Sonntag, 12. April 2015

Und weiter gehts...

Seit den ersten Angeltagen dieser Saison (Bericht dazu gibt es hier) sind zwischenzeit ein paar weitere (meist kurze) Sessions ins Land gezogen. Schneidertag gab es bislang noch keinen, dafür zeigen sich momentan noch die Friedfische von ihrer deutlich aktiveren Seite als ihre Kollegen mit Fettflosse. Auch wenn ich bei den Barben heuer ausser zahlreichen Drillausstiegen (darunter dafür schon zwei, drei echte Kapitalwaschl) und einer gefangenen Teenagerbarbe noch nicht so wirklich viel hinbekommen hab, sind dafür momentan die Aitel (Döbel) in durchaus stattlichen Größen sowohl auf Nymphe als auch auf Trockenfliege sehr gnädig mit mir. Aber auch die erste größenmäßig interessante Bachforelle ließ sich mittlerweile überreden, aber seht selbst: